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Weltmeisterschaft Bankdrücken

  • 1. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Letzte Woche fand in Warschau die Weltmeisterschaft im Bankdrücken statt. Nach dem Wettkampf kann ich auf den bislang größten Erfolg meiner sportlichen Laufbahn zurückblicken. In der Masters-Klasse bis 74 Kilogramm gewann ich die Silbermedaille und erreichte damit erstmals einen Platz auf dem Podium bei einer Weltmeisterschaft. Ich bin Mitglied beim PSV Blau-Gelb Fulda.

Vor dem Wettkampf war ich lediglich auf Rang fünf der Meldeliste geführt. Umso überraschender und erfreulicher ist das Endergebnis. Den Weltmeistertitel sicherte sich wie bereits im Vorjahr Bartlomiej Wirek aus Polen, die Bronzemedaille gewann Lee Rogers aus den USA.

Ich begann den Wettkampf mit einem erfolgreichen ersten Versuch über 145 Kilogramm. Für den zweiten Versuch ließ ich auf 152,5 Kilogramm steigern und konnte auch dieses Gewicht gültig bewältigen. Damit rückte eine Medaille bereits in greifbare Nähe. Im dritten Versuch wagte ich mich an 157,5 Kilogramm. Dieses Gewicht hätte nicht nur meine Platzierung weiter abgesichert, sondern gleichzeitig eine neue persönliche internationale Bestleistung bedeutet. Der Versuch misslang jedoch nur knapp.

Eine Medaille bei einer Weltmeisterschaft zu gewinnen, war schon lange eines meiner großen sportlichen Ziele. Nach Platz vier bei der Weltmeisterschaft 2024 in Austin (USA) und Rang sechs im vergangenen Jahr in Drammen (Norwegen) ist mir nun erstmals der Sprung auf das Siegerpodest gelungen.

Die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft war erneut sehr intensiv. Neben dem Fokus auf das Bankdrücken konnte ich mich auch für die Weltmeisterschaft im Kraftdreikampf qualifizieren, die im Oktober in Reno (USA) stattfindet. Deshalb musste ich zusätzlich Kniebeuge und Kreuzheben in meinen Trainingsplan integrieren. Die Gesamtbelastung war dadurch deutlich höher als in den vergangenen Jahren.

Mit der Silbermedaille endet für mich ein nahezu perfekter Wettkampf mit vielen schönen Eindrücken und Erinnerungen. Nun richtet sich der Blick bereits auf die kommenden Aufgaben. Im August findet die Europameisterschaft in Litauen statt. Ob ich dort an den Start gehe oder den Schwerpunkt direkt auf die Vorbereitung für die Kraftdreikampf-Weltmeisterschaft im Oktober lege, werde ich in den nächsten Tagen entscheiden.


Kenan Abel

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